Dienstag, April 16, 2019

Schweiz aktuell

Weit übers Ziel hinausgeschossen

3. November 2017

1/ Jenische und Sinti werden bedroht
Wenn es sich um ein bedrohtes Volk handelt, das in einem oder vielen Ländern noch nicht anerkannt ist, versucht man diesem Volk zu helfen und dafür zu sorgen, dass es anerkannt wird. Insbesondere dann, wenn man weiss, dass dieses Volk einst der Verfolgung durch die Nazis ausgesetzt war und bis heute ausgegrenzt und diskriminiert wird. Diskriminierung und Ausgrenzung helfen niemandem, damit verletzt man Menschen zutiefst, Menschen, die sich anders verhalten als eine Mehrheit und die aus diesen Gründen nicht im Land gewollt sind.

Nun ist es aber so, dass die Minderheit der “Roma” erst in den 60ger und 70ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Westeuropa kam. Sie kamen nach dem Zweiten Weltkrieg, aus wirtschaftlicher Armut und flohen vor der Verfolgung im Ostblock, wo sie ebenfalls nicht anerkannt waren. “Roma” sind ein Vielvölker Gemisch aus unterschiedlichen Volksgruppen, die unter dem Namen der “Roma” erfasst wurden. Der Begriff “Roma” wurde 1971 künstlich erschaffen von der Romani Union.

Als engagierter Vertreter bedrohter Völker, wird man mit der Zeit dünnhäutig und versucht dem verfolgten Volk mit grossem Nachdruck zu seinen Rechten zu verhelfen. Es ist ein riesen Unterschied, ob man zu einer Minderheit gehört und dadurch direkt und in eigener Person betroffen ist oder als Aussenstehender von aussen hinüber schaut. Dabei spielen Interesse, Umsicht, Fairness und das Anhören aller betroffenen Parteien eine grosse Rolle. Es geht nicht nur um die “Roma”, die ihre Rechte bekommen sollen, es geht auch um die Jenischen und die Sinti, denen ihre Rechte ganz plötzlich wieder genommen werden sollen.
Was da wohl dahinter steckt…

schwyzer Patentante der Roma

Es gibt in jenem Land, das mitten im Herzen Europas liegt und doch nicht Europa ist, eine sehr engagierte Frau, die zu keinem dieser verfolgten und bedrängten Völker gehört, sie versucht als Aussenstehende die Rechte der “Roma” durchzusetzen. Dabei macht sie einen Fehler, sie übersieht ganz plötzlich, dass die Jenischen und die Sinti ebenfalls zu den verfolgten Völkern gehören. Diese sehr engagierte Frau ist derzeit für keine Argumentation seitens der Jenischen zugänglich. Das Mitspracherecht der beiden autochthonen Volksgruppen hat sie abgestellt, sie hat sich zur Fachfrau für Angelegenheiten der “Roma” ernannt und tritt in dieser Rolle vor die Presse jenes Landes, das im Herzen Europas liegt. Als Sesshafte Nicht-Zigeunerin scheint sie die Kulturen der Nomadenvölker nicht zu kennen, auch dann nicht, wenn diese sehr oft in den Medien thematisiert werden.

2/ Jenische und Sinti sind keine Roma
Ein junger temperamentvoller fahrender Zigeuner, der ebenfalls vorgibt, für die Rechte der Sinti und der “Roma” zu kämpfen, übersieht, dass die Sinti und die “Roma” zwei Ethnien sind, die ganz unterschiedliche Kulturen haben. Er versucht den “Roma” zu ihren Rechten zu verhelfen, sie sollen mit den Sinti zusammen leben, vermutlich geht unser junger Zigeuner von der Annahme aus, dass Sinti “Roma” seien, was in Deutschland, ebenfalls blind, uneinsichtig und gegen den Willen der Sinti propagiert wird, aber eben absolut nicht stimmt. Sinti sind keine “Roma”, die Sinti sind seit rund 600 Jahren in Westeuropa zuhause, während die “Roma” noch nicht mal 100 Jahre in Westeuropa leben, beide Völker unterscheiden sich völlig in Kultur, Gebräuchen und Sprache.

Es ist sehr verwirrend für Aussenstehende, wenn ein angeblicher Angehöriger zweier völlig verschiedener Ethnien behauptet, für beide Völker zu sprechen. Er gibt vor im Namen der Sinti und der “Roma” zu sprechen, er wird dadurch weder dem Volk der “Roma” noch dem Volk der Sinti gerecht und die Jenischen bleiben aussen vor. Wir haben es hier mit einem unwissenden Insider und einer unwissenden Aussenseiterin zu tun, die beide blind und taub für jede Argumentation, die Rechte der ausländischen “Roma” in jenem Land, das mitten im Herzen Europas liegt und doch nicht zu Europa gehört, durchsetzen wollen, als ob sie einen besonderen Grund dafür hätten… Um den “Roma” zu ihren Rechten zu verhelfen, treten sie sogar die Rechte der einheimischen Nomadenvölker mit Füssen. Nun werden die einheimischen Nomadenvölker ganz schnell zu Rassisten gemacht, weil sie ihre Kultur nicht aufgeben wollen und daher nicht bereit sind, ihre Plätze mit unbekannten “Roma” zu teilen.

Das ist ungefähr das Gleiche als würde man die einheimischen Schweizer Bürger aus ihrem Land werfen, damit die “Roma” in diesem Land Fuss fassen und dort leben können. Auch die einheimischen Bürger würden sich wehren, hätten aber gegenüber der selbst ernannten Patentante der “Roma” nichts mehr zu sagen, sie hätten keine Rechte mehr, nur noch “Roma” hätten Rechte in der Schweiz.

3/ Die Toiletten-Kultur der “Roma”
Die sehr engagierte Frau Patentante will nichts davon wissen, dass “Roma” eine eigene Kultur haben, die von der des Westens abweicht. “Roma” dürfen aufgrund ihrer eigenen Kultur keine Toiletten benutzen, sie müssen ihre Geschäfte im Freien erledigen, Frauen und Männer streng getrennt.

Es ist dies eine tief verwurzelte Kultur, die sich nicht einfach von heute auf morgen ändern lässt. Damit stossen jene “Roma”, die diese Kultur im Westen leben, auf Unverständnis und Ablehnung. Es ist normal für viele “Roma”, den Kot rund um den Wohnwagen zu hinterlassen. Für einheimische Bürger, einschliesslich Jenischen und Sinti ist dieser Zustand nicht ertragbar, sie können diesen Brauch nicht teilen, den Leuten wird es schlecht, sie werden krank, einfach durch Ekel und Gestank. Diesen “Roma” macht das nichts aus, sie sind daran gewöhnt. Darüber wird nicht gesprochen, da es sich um ein Tabuthema handelt, folglich ist dieser Brauch aussenstehenden Sesshaften eher nicht bekannt, ausser denjenigen die diese Plätze reinigen müssen.

Während es im Osten üblich ist, seinen Müll auf dem Platz zu hinterlassen, auf dem man steht, ist es im Westen nicht erlaubt, Müll zu hinterlassen, man verwendet Müllsäcke und Müllcontainer. Ein Platz muss sauber verwendet und sauber hinterlassen werden. Viele “Roma” sind an die Gebräuche des Westens nicht angepasst, sie messen diesen Gebräuchen keine Bedeutung bei. Umweltgesetze interessieren diese Leute nicht, da sie in ihren Augen nicht wichtig sind, ebenso wenig wie die Kundschaft, für die sie arbeiten, die sie aber als Nicht-“Roma” weder respektieren, noch in ihren Rechten anerkennen. Diese “Roma” denken, sie hätten das Sagen, sie seien wichtig, der Westen müsse sich ihnen anpassen. Das ist die falsche Denkweise. Fremde die zu Besuch in die Länder des Westens kommen, müssen die Menschen, die Gebräuche, die Sitten, die Gesetze der Länder in die sie kommen, respektieren. Man kann sich miteinander arrangieren, das muss dann aber von allen Seiten ausgehen.

Unsere Aktivistin, eine emanzipierte Frau aus der Mehrheit, scheint die Sitten der “Roma”, für deren Rechte sie sich einsetzt, nicht zu kennen. Man sieht diese Sitten nicht, wenn man im Büro sitzt und Klagen annimmt. Man weiss nichts von diesen Sitten, wenn man nicht bereit ist, zuzuhören, wenn sich die anderen beiden bedrängten Völker zu Wort melden und protestieren. Oder steckt da doch mehr dahinter…

4/ Die Infrastrukturen
Jenische und Sinti reisen und leben im Familienverband auf ihren Plätzen, sie benötigen kleinere Plätze als die durchreisenden “Roma”, die in sehr grossen Konvois anfahren.

Auch dafür sind die Plätze in Frankreich ein sehr gutes Beispiel, die sogenannten “Aires de grand passage” für “Roma” sind gross, während die sogenannte “aires d’accueil” der autochthonen Nomadenvölker klein gehalten werden. In Frankreich funktioniert dieses System ziemlich gut, folglich sollte es auch in jenem kleinen Land im Herzen Europas, in der Schweiz, so gehandhabt werden können.

Nicht nur die durchfahrenden “Roma” benötigen mehr Plätze, auch die einheimischen autochthonen Nomadenvölker haben zu wenig Plätze, das wird bei den derzeitigen Berichten unserer wohltätigen Gesellschaft völlig übersehen und auch nicht nur die “Roma” benötigen fliessendes Wasser und Strom, auch die einheimischen Nomadenvölker benötigen diese notwendige Lebensbasis, die absolut kein Luxus sondern selbstverständliches Recht ist. Allerdings benötigen die “Roma” andere Infrastrukturen als die Jenischen und die Sinti, um der jeweiligen Kultur gerecht zu werden.

Wie kann man so blind und taub sein, dass man zwei bedrängten und sehr bedrohten einheimischen Völkern voll in den Rücken fällt, deren Selbstaufgabe verlangt, um einem Volk zu helfen, dessen Rechte noch nicht anerkannt wurden, auch deswegen weil es sich der Kultur des Westens noch nicht angepasst hat?

Wie kann man Rassismus von Seiten zweier Völker annehmen, die seit Jahrhunderten durch Rassismus bedroht werden? Wie kommt es, dass nur noch die “Roma” Rechte haben, denen sich alle Völker des Westens beugen müssen?
Während wir uns über so viel blinden Aktivismus wundern, summt unser Ratgeber leise schmunzelnd vor sich hin:

Alles Lügen
es wird immer schlimmer auf der Welt
Jeder wird zum Schauspieler, der sich nur verstellt
Alles trät sich nur ums Geld,
sieh wie alles schnell zerfällt

Sie, liebe emanzipierte Aktivistin und neu ernannte Patentante der “Roma”, werden damit dann auch akzeptieren müssen, dass auch Sie selbst keine Rechte mehr im eigenen Land haben, denn Sie haben ihre eigenen Rechte auch den “Roma” gegeben, Sie selbst haben nichts mehr zu sagen in ihrem eigenen Land, denn genau dann, wenn Sie selbst Einspruch erheben, werden Sie zu der Rassistin, die Sie derzeit in den beiden bedrängten autochthonen Nomadenvölkern der Jenischen und der Sinti sehen …

.. und auch dann, wenn Sie dies Mal nur das Jenische Volk verraten und verkaufen wollten,
sind Sie doch weiter übers Ziel hinausgeschossen …

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